MERY - Rafeiro do Alentejo-Mix, ca. 70 cm - 6 Jahre alt

Unfassbare vier Jahre im Tierheim und noch keine einzige Anfrage für die wunderhübsche Hündin! Findet MERY nun endlich ein liebevolles Zuhause?

Vorgeschichte:
MERY wurde vor vielen Jahren auf einem Feld gefunden. Sie war sehr misstrauisch und es dauerte eine halbe Ewigkeit bis sie eingefangen werden konnte. Sie muss viel Schlimmes erlebt und durchgemacht haben, dass sie ihr Vertrauen in Menschen verloren hat. Was genau passiert ist, wissen wir natürlich nicht, vermuten aber, dass sie u. a. möglicherweise als Kettenhund ein trauriges Dasein fristen musste.

Seither ist sie bei uns im Tierheim und bislang hat sich noch niemals jemand für diese wunderbare Hündin interessiert. Wir hoffen sehr, dass sich das jetzt ändert und sie endlich die richtigen Menschen findet, bei denen sie behütet und geliebt bis an ihr Lebensende leben darf.

Rafeiro do Alentejo:
Wir nehmen an, dass MERY ein Rafeiro do Alentejo-Mischling sein könnte. Der Rafeiro do Alentejo ist eine portugiesische Herdenschutzhundrasse und daher in keinem Fall ein Tier für eine Etagenwohnung! Diese Hunde leben tatsächlich am liebsten in einem Haus mit Garten, auf das sie dann auch aufpassen möchten. Herdenschutzhunde wurden in Spanien und Portugal jahrhundertelang genutzt, um Schafherden zu schützen. Sie sind aufmerksame, früh meldende Hunde. Ihr Charakter ist ausgeglichen. Mittlerweile werden Herdenschutzhunde oft auch als Hof- und Haushund gehalten, die auf Gehöfte und Grundstücke aufpassen sollen. Das Verbellen von fremden Tieren oder Menschen ist bei Dämmerung wesentlich stärker ausgeprägt als am Tag und sorgt im Normalfall schon dafür, unliebsame Besucher abzuschrecken.

Rafeiros do Alentejo sollten nur mit intensivem Familienanschluss gehalten werden, sie sind ruhig und ausgeglichen, keine Hektiker und auch ihre Menschen sollten so sein. Generell sind diese Hunde gegenüber Menschen und auch Kindern sehr freundliche und aufgeschlossene Hunde.

Inwieweit unser MERY tatsächlich ein „Wachhund“ ist, können wir in Albolote nicht beurteilen. Aber ganz sicher bestätigen können wir ihre Gelassenheit und ihren freundlichen Umgang mit uns Menschen, aber auch mit ihren Artgenossen.

Verhalten zu Menschen generell; Kinderverträglichkeit:
In der ersten Zeit war MERY allen Menschen gegenüber sehr misstrauisch. Aber sie hat im Tierheim gelernt, dass es auch gute Menschen gibt, denen sie vertrauen kann. Sie braucht Zeit, um aufzutauen, aber dann ist sie sogar verschmust. Sie ist auch niemals aggressiv. Beim Tierarzt konnte sie mithilfe einer großen Dose Nassfutter dazu gebracht werden, das Chippen und Impfen über sich ergehen zu lassen. Toll fand sie die Behandlung natürlich nicht, aber es war auch kein Maulkorb nötig, um sie behandeln zu können.

Mit Kindern verhält sie sich genauso wie mit Menschen. Es dauert seine Zeit bis sie Vertrauen fasst. Aufgrund ihrer stattlichen Größe sollten Kinder im neuen Zuhause auf jeden Fall älter, ruhiger und vor allem standfest sein.

Wesen:
MERY ist eine ruhige, ausgeglichene Hündin, die Streit in jeder Form aus dem Weg geht, gemütlich im Auslauf unterwegs ist und sich gerne in die Sonne legt, um vor sich hin zu dösen und das Geschehen um sich herum zu beobachten. Spielen gehört eher nicht zu ihrem Hobby.

Wenn Sie nach einer Eingewöhnungszeit Menschen vertraut, ist sie sehr verschmust und lässt sich sehr gerne streicheln. Aber natürlich ist sie kein Hund, der einem ständig an den Fersen klebt. Sie kann auch gut für sich sein und ist rassetypisch eher ein unabhängiger Charakter.

Ein sehr probates Mittel für die Gewöhnung an einen Menschen ist die Gabe von Leckerlies. MERY ist sehr verfressen und über einen Keks kann sie durchaus vergessen, dass sie Menschen eigentlich misstraut ?. Die Pfleger, die sie jetzt schon länger kennt, sucht sie auch schon mal von sich aus auf, um nachzusehen, ob sie nicht ein Leckerchen für sie haben oder mit ihr schmusen möchten.

Gassi gehen gehört noch nicht zu ihren Hobbys. Sie verbindet mit Halsband und Leine offenbar furchtbare Erinnerungen. Wir arbeiten im Tierheim aber intensiv mit ihr und es wird von Mal zu Mal besser. Mit vielen Leckerlies und einem Hund an ihrer Seite, der souverän ist und Spazierengehen bereits gut kennt und sich dabei ruhig verhält, macht sie Fortschritte.

Seit sie zu uns ins Tierheim kam, hat sich MERY schon sehr zum Positiven verändert. Deshalb wird es allerhöchste Zeit, dass sie endlich ein liebevolles Zuhause findet. In einem ruhigen Zuhause wird sie bestimmt noch größere Fortschritte machen und so etwas wie ein völlig „normaler“ Hund werden.

Verträglichkeit mit Artgenossen:
Sie ist gut sozialverträglich. MERY hat mit verschiedenen Rüden zusammengelebt und es gab niemals Probleme. Mit Hündinnen haben wir sie bislang noch nicht vergesellschaftet, aber wir denken, dass sie keinen Streit suchen wird, solange sie in Ruhe gelassen und nicht von anderen Hündinnen angepöbelt wird.

Was sie von Katzen hält wissen wir nicht. Auf Anfrage können wir sie gerne für Sie testen.

Wo soll MERY leben:
Die neuen Menschen von MERY sollten Hundeerfahrung mitbringen und nicht nur in einem Haus mit Garten wohnen, sondern vor allem auch in ländlicher Umgebung wohnen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis sie mit dem Spazierengehen auch Spaß verbindet. Ihre Menschen brauchen also auch Geduld und Zeit, sie langsam in reizarmer Umgebung daran zu gewöhnen. Nach so vielen Jahren im Tierheim wird es auch in ihrer neuen Familie etwas Zeit brauchen, bis sie Vertrauen fasst und sie sollte in Ruhe ankommen dürfen und nicht überfordert werden. Obwohl sie so groß ist, ist sie doch ein Sensibelchen!

Ältere, standfeste Kinder können gerne im neuen Zuhause leben. Außerdem wäre es schön, wenn ein souveräner Rüde bereits vorhanden wäre, an dem sie sich ein bisschen orientieren kann und der ihr Hilf Ängste abzubauen. Auch, wenn sie kein „klassischer Angsthund“ ist, so wäre eine Art „Assistenzhund“ sicherlich sehr hilfreich.

Ihre neuen Besitzer sollten ebenfalls standfest sein. MERY ist eine stattliche Erscheinung. Auch, wenn sie kein lebhaftes Temperament hat, so kann so eine Hündin durchaus „umwerfend“ sein.

In ihrem neuen Zuhause sollte es ruhiger sein und das Leben in geregelten Bahnen verlaufen. Zu viel Hektik und Veränderungen sollte MERY nicht ausgesetzt sein.

Wir hoffen sehr, dass jetzt die richtigen Menschen diesen Artikel lesen und sich sofort und unsterblich in die wunderhübsche MERY verlieben. Wir wünschen uns sehr sehr, dass MERY einmal die ungeteilte Liebe von Menschen erfährt und ein sorgloses Leben ohne Stress und dafür mit ganz viel Liebe führen darf. Sie hat es sich so sehr verdient! Wir sind uns ganz sicher, dass Sie Ihre Entscheidung für MERY niemals bereuen werden! Sie ist eine ganz besondere Hündin!

Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie glauben, dass MERY zu Ihnen passt! Wir beantworten Ihnen sehr gerne alle weiteren Fragen.

Allgemeiner Hinweis:
Zu rassespezifischen Merkmalen und/oder möglichen generellen gesundheitlichen Problemen, die u. a. von der Anatomie eines Hundes abhängen können (z. B. kurze Beine i. V. m. langem Rücken, o. a. typische Probleme vieler großer Hunde, wie Magendrehung etc.) informieren wir Sie bei Interesse an dem Tier und den sich anschließenden Vermittlungsgesprächen gerne ausführlich.

Ausreise:
MERY ist bei Übergabe geimpft, gechipt, kastriert und wird vor Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet.

Aufenthaltsort:
Tierheim in Albolote/Granada, Spanien

Informationen zum Tierheim Albolote:
Albolote ist eine Kleinstadt in Spanien, auf dem andalusischen Festland. Täglich werden hier ca. 300 Hunde und ca. 100 Katzen versorgt. In Albolote wird nicht getötet!

Wir sind eine private Tierschutzorganisation und deshalb angewiesen auf Spenden. Es gibt nur eine fest angestellte Mitarbeiterin, alle anderen Helfer sind ehrenamtlich im Tierheim tätig. Alle zusammen stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in das „Projekt Albolote“. Wir arrangieren Tierheimfeste in der Stadt, klären über Kastrationen auf, besuchen mit den Hunden Altenheime, Kindergärten usw. und informieren über Tierschutz ganz allgemein. Es soll sich auch langfristig etwas ändern in Spanien!

Bei der Mühe die sich wirklich ALLE geben, ist Albolote trotzdem kein schöner Ort für unsere Schützlinge. Eigentlich immer voll besetzt, laut, eng. Es gibt viele Zwingeranlagen und zwei sehr beengte Katzenbereiche. Wegen der vielen Tiere haben unsere Hunde nur täglich zwei Stunden Freilauf, während ihre Zwinger gereinigt werden. Zum Teil müssen wir sogar die Waschküche und Vorratsräume belegen, wenn das Tierheim mal wieder aus allen Nähten platzt, was in letzter Zeit eigentlich ständig der Fall ist.

Also bestenfalls ein Dach über dem Kopf und Versorgung, mehr können wir nicht bieten. Ein Tierheim eben - aber ganz sicher kein Zuhause und kein Ort, an dem irgendein Tier sein Leben verbringen sollte! Die meisten unserer Schützlinge haben nur eine Chance (auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien), wenn sie ins europäische Ausland vermittelt werden können. Hierzulande finden sich immer weniger Menschen, die einen Hund oder eine Katze adoptieren können/möchten.

Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten ALLE Helfer und Helferinnen in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen um die Hunde und Katzen DIREKT aus dem Tierheim in ein schönes Zuhause vermitteln zu können.

Kontakt:
Tierschutzverein Albolote/Granada
Spanien
Ansprechpartner (in Deutschland): Anja Keller
Tel: 0152/21 81 93 48
E-Mail: AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com






 

 

 

Kontakt

Anja Keller - Asociacion Amigos de los Animales, Granada - AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com - 18552 Albolote / Granada, DE - Tel.: 49 152/21 81 93 48

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