GABOR - Mischling - 7 Jahre alt

Geschlecht: Rüde
Kastriert: ja
Rasse: Mischling
Alter: geb. ca. 2010
Größe: 45-48 cm

Fast ein ganzes Hundeleben lang im Tierheim ? der hübsche GABOR sucht Angsthund-erfahrene Menschen.

Bevor wir etwas über diesen Hund erzählen, möchten wir ein paar Zeilen zum Thema Angsthunde schreiben. Denn GABOR ist einer dieser Angsthunde.

Meistens sind diese Hunde ohne menschlichen Kontakt oder mit negativen Erfahrungen durch Menschenhand aufgewachsen und sitzen teilweise schon viele Jahre im Tierheim, weil es sehr schwer ist, die richtigen Menschen für sie zu finden. Diese Hunde haben sehr viel Angst, brauchen lange um Vertrauen aufzubauen, kennen manchmal nur das Gelände des Tierheims und waren noch nie oder nur selten außerhalb des Tierheims. Sie kennen es nicht in einem Haus zu leben, im Auto mitzufahren, an der Leine zu laufen -. eben nichts, was ein "normaler" Hund kennt.

Wer sich für einen Angsthund entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass es eine große Aufgabe sein wird, diesem Hund mit viel Geduld und Liebe alles zu zeigen und beizubringen. Es kann Jahre dauern, bis er sich sicher fühlt und sich so verhält, wie man es von Familienhunden kennt. Es kann sein, dass er sich in einer sicheren Umgebung schnell einlebt und dazulernt. Aber es kann eben auch sein, dass es sehr lange dauert. Wir können und wollen das nicht schön reden, denn davon hat weder der Mensch noch der Hund etwas. Ein Angsthund muss sich auf seinen Menschen verlassen können, er muss sich sicher fühlen und darf nicht bedrängt werden.

Wer sich für einen Angsthund entscheidet, nimmt einen Hund bei sich auf, der nichts kennt und vor allem und jedem Angst hat. Man muss ihm die Zeit geben, die er braucht, ihn immer wieder positiv bestärken und die kleinen Fortschritte zu schätzen wissen.

Grundvoraussetzung für einen Angsthund ist ein Haus mit einem eingezäunten und ausbruchsicheren Garten. Die Hunde kennen es nicht spazieren zu gehen. Sie müssen deswegen die Möglichkeit haben, in den Garten gehen zu können, bis sie sich an Halsband, Sicherheitsgeschirr und Leine gewöhnt haben.

Ein sicherer Ersthund ist eine weitere Voraussetzung. An ihm kann sich der Angsthund orientieren und lernen, dass er nicht vor allem Angst haben muss. Es wird ihm Sicherheit geben, wenn er einen Artgenossen hat. Meistens sind Angsthunde sehr soziale Hunde im Umgang mit anderen Hunden und es hilft ihnen sehr, wenn einer in ihrer Nähe ist.

Wir wünschen uns sehr, dass unsere Angsthunde nicht den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen müssen. Sie sollen die Chance bekommen, auch die schönen Seiten eines Hundelebens kennenzulernen - bei Menschen, die sich mit Angsthunden auskennen, die ihnen Zeit geben, Geduld haben und wissen, dass es sich lohnt ihnen eine Chance zu geben.

Bei weiteren Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Vorgeschichte:
Als GABOR noch ein ganz kleiner Welpe war, hatte er eine Familie und viele andere Hundefreunde, mit denen er spielte und glücklich war. Aber sein Glück währte nicht lang. Das Leben geriet in Turbulenzen und seine Familie brach auseinander; sie mussten alle Hunde abgeben.

So kam es, dass GABOR schon als Welpe zunächst in eine Hundepension kam, bis er alle seine Impfungen hatte und ins Tierheim umziehen konnte.

Das war vor 5 Jahren! Seither wartet er hier bei uns auf eine Chance. Doch niemand scheint ihn zu sehen, so als sei er unsichtbar.

Aber er ist nicht unsichtbar. Er lebt und er braucht ? mehr denn je ? endlich ein wunderschönes Zuhause!

Verhalten zu Menschen generell; Kinderverträglichkeit:
GABOR ist bei fremden Menschen reserviert und zurückhaltend. Er braucht mehr Zeit als andere Hunde, um Vertrauen aufzubauen. Ist das Eis aber einmal gebrochen, dann ist er neugierig und auch verschmust ohne dabei anhänglich zu sein.

Mit größeren und ruhigeren Kindern hätte GABOR vermutlich keine Probleme, wenn sie ihn, genau wie erwachsenen Menschen, nicht bedrängen und ihm die Zeit geben, die er braucht.

Wesen:
GABORS wunderhübsche Augen schauen schon so traurig. Er ist in die Jahre gekommen und natürlich auch ruhiger geworden. Er läuft im Auslauf neugierig umher und schnüffelt nach Neuem oder vergessenen Leckerlies.

Wenn er Vertrauen gefasst hat, ist er verschmust. Er fordert Streicheleinheiten aber nicht ein und er verfolgt einen auch nicht auf Schritt und Tritt. Aber er grüßt freundlich schwanzwedelnd mit etwas Abstand. Leider hatte er in all den Jahren im Tierheim nur sehr wenig Kontakt zu Menschen. Auch unseren Tierarzt mag er nicht besonders. Für GABOR braucht man viel Geduld.

Allerdings hat er eine Schwäche, die man sich zu Nutze machen könnte: er liebt Leckerlies und Würstchen. Um daran zu kommen, gibt er sogar Küsschen ? .

Wir waren bisher erst einmal mit ihm außerhalb vom Tierheim spazieren. An der Leine hat er sich sehr gut benommen. Er schnüffelte neugierig umher. Man sieht ihm seine Unsicherheit an, aber er lässt sich führen. Allerdings haben wir ihn in einer sehr ruhigen Gegend ausgeführt.

Im Auto fährt er brav mit.

Verträglichkeit mit Artgenossen:
GABOR ist sowohl mit Rüden als auch mit Hündinnen bestens verträglich.

Wir wünschen uns für ihn ein Zuhause, in dem bereits ein sicherer und souveräner Ersthund lebt, der unseren GABOR ein bisschen ?an die Pfote nehmen? kann und ihm Sicherheit gibt.

Wo soll GABOR leben:
Die Familie, die sich in diese wunderhübschen Augen und die spitzen Öhrchen verliebt, wird viel Zeit brauchen, um sich mit Geduld sein Vertrauen und seine Liebe zu verdienen.

Wir suchen daher ? wie schon anfangs beschrieben ? geduldige, liebevolle und ruhige Menschen, die ihm die nötige Sicherheit bieten können. Ein Haus mit ausbruchsicherem Garten in ruhiger bis ländlicher Lage und ein souveräner Ersthund wären optimal, um GABOR den Weg in ein entspanntes Leben zu weisen.

Wir sind sicher, dass GABOR mit viel Liebe und noch mehr Geduld aus seinem Schneckenhaus herauskommen wird. Er hat so viel Liebe zu geben und wir sehen jeden Tag, dass er das auch will.

Wenn es ein Hund verdient hat, so bald wie möglich aus dem Tierheim heraus zu kommen, dann unser GABOR. Jetzt muss sich das Blatt für ihn endlich zum Positiven wenden! Jetzt muss er seine Familie finden und jetzt muss er endlich glücklich werden!

Wenn Sie glauben, dass Sie GABOR all das geben können, dann melden Sie sich bitte bei uns. Wir täten nichts lieber als seine Ausreise ins Glück vorzubereiten.

Ausreise:
GABOR ist bei Übergabe geimpft, gechipt, kastriert und wird vor Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet.

Aufenthaltsort: Tierheim Albolote/Granada, Spanien

Informationen zum Tierheim Albolote:
Albolote ist eine Kleinstadt in Spanien, auf dem andalusischen Festland. Täglich werden hier ca. 300 Hunde und ca. 100 Katzen versorgt. In Albolote wird nicht getötet!

Wir sind eine private Tierschutzorganisation und deshalb angewiesen auf Spenden. Es gibt nur eine fest angestellte Mitarbeiterin, alle anderen Helfer sind ehrenamtlich im Tierheim tätig. Alle zusammen stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in das ?Projekt Albolote?. Wir arrangieren Tierheimfeste in der Stadt, klären über Kastrationen auf, besuchen mit den Hunden Altenheime, Kindergärten usw. und informieren über Tierschutz ganz allgemein. Es soll sich auch langfristig etwas ändern in Spanien!

Bei der Mühe die sich wirklich ALLE geben, ist Albolote trotzdem kein schöner Ort für unsere Schützlinge. Eigentlich immer voll besetzt, laut, eng. Es gibt viele Zwingeranlagen und zwei sehr beengte Katzenbereiche. Wegen der vielen Tiere haben unsere Hunde nur täglich zwei Stunden Freilauf, während ihre Zwinger gereinigt werden. Zum Teil müssen wir sogar die Waschküche und Vorratsräume belegen, wenn das Tierheim mal wieder aus allen Nähten platzt, was in letzter Zeit eigentlich ständig der Fall ist.

Also bestenfalls ein Dach über dem Kopf und Versorgung, mehr können wir nicht bieten. Ein Tierheim eben - aber ganz sicher kein Zuhause und kein Ort, an dem irgendein Tier sein Leben verbringen sollte! Die meisten unserer Schützlinge haben nur eine Chance (auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien), wenn sie ins europäische Ausland vermittelt werden können. Hierzulande finden sich immer weniger Menschen, die einen Hund oder eine Katze adoptieren können/möchten.

Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten ALLE Helfer und Helferinnen in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen um die Hunde und Katzen DIREKT aus dem Tierheim in ein schönes Zuhause vermitteln zu können.

Kontakt:
Tierschutzverein Albolote/Granada, Spanien
Ansprechpartnerin (in Deutschland):
Carmen Dreher
Tel: 0170/88 55 007
E-Mail: tierheim.albolote@gmx.de



 

 

 

Kontakt

Anja Keller - Asociacion Amigos de los Animales, Granada - AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com - 18552 Albolote / Granada, I - Tel.: 49 (0)152 21819348

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