Río - Dobermann-Mix - 1,5 Jahr alt

Sensibler Rüde sucht Menschen mit Hundeverstand und viel Einfühlungsvermögen für eine geschundene Hundeseele.

Vorgeschichte:
Río wurde in einem Dornenbusch am Ufer eines Flusses gefunden. Ein Anwohner wurde auf ihn aufmerksam und so konnte seine Rettung in buchstäblich allerletzter Sekunde erfolgen.

Der Rüde war in einem furchtbaren Zustand. Wir vermuten, dass ihn jemand aus einer gewissen Höhe in diesen Dornenbusch geworfen hat – weggeworfen wie Abfall! Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes war er nicht in der Lage, sich aus eigener Kraft zu befreien. Die Liste seiner Verletzungen ist lang und er lag eigentlich schon im Sterben. Er war bis auf die Knochen abgemagert, dehydriert, die Ballen seiner Pfoten waren derart aufgerissen, dass das pure Fleisch zu sehen war. Er war übersät mit Dornen: in den Ohren, um die Augen herum, in der Nase – sie waren überall. Er schien auch an Leishmaniose erkrankt zu sein und er war insgesamt schon sehr schwach. Er hatte sein nahes Ende sicherlich schon vor Augen.

Wir brachten ihn sofort in eine Tierklinik. Dort wurde er eine Woche lang intensiv behandelt und anschließend in einer Hundepension untergebracht. Er hat sich fantastisch erholt und es ist ein richtig prächtiger Hund aus ihm geworden.

Verhalten zu Menschen generell; Kinderverträglichkeit:
Río ist ein außergewöhnlicher Hund. Er ist sehr sanft, sensibel und intelligent und so merkt er sofort in welcher Absicht man sich ihm nähert. Aufgrund seiner schlechten Erfahrungen, braucht er bei fremden Menschen anfangs ein bisschen Zeit, um Vertrauen zu fassen. Das klappt bei Frauen wesentlich schneller als bei Männern. Wenn man sich ihm plötzlich und mit schroffen Bewegungen nähert, dann versucht er sich fluchtartig zu entziehen. Niemals geht er nach vorne und niemals zeigt er Aggressivität. Im Gegenteil: lieber macht er sich aus dem Staub.

Beim Tierarzt war er absolut brav und das, obwohl seine Behandlung intensiv war. Er ließ sich z. B. problemlos alle Dornen entfernen und musste dafür nicht sediert werden.

Kinder, die sanft und lieb auf ihn eingehen, lässt er alles machen. In der Hundepension gibt es ein dreijähriges Mädchen, das täglich half, seine Wunden zu versorgen. Die beiden sind seither ein Herz und eine Seele. Kinder sollten im neuen Zuhause den respektvollen Umgang mit Hunden gewöhnt sein und ihm nicht mit Lärm und heftigen Bewegungen gegenübertreten.

Wesen:
Unser wunderhübscher Río ist trotz seines jungen Alters ein ruhiger Hund. Alles, was er tut, macht er ruhig und eher langsam. So, wie er sich benimmt, hat es den Anschein, als würde er alles zum ersten Mal sehen und erleben. Er hat aber ein gesundes, kräftiges Herz und wir nehmen an, dass er, sobald er in einer Familie leben darf, die tagtäglich schöne Spaziergänge mit ihm unternimmt, auch sein Körper insgesamt kräftiger, vitaler und auch energiegeladener wird.

Apropos Spaziergänge: er geht sehr brav mit, zieht nicht an der Leine und er lässt er sich gut führen. Er nimmt neugierig alle Umweltreize auf, bleibt gerne stehen, um intensiv zu schnüffeln. Momentan sind die Spaziergänge nichts für Menschen, die es eilig haben, von A nach B zu kommen. Er kommt allerdings jetzt nicht regelmäßig vor die Tür, sondern nun ab und zu mal. Wir sind sicher, dass, wenn die Spaziergänge zur Routine werden, er sicherlich auch flotter werden wird.

Wenn man mit ihm durch die Stadt geht dann ist er manchmal schreckhaft, z. B. das Hupen eines Autos, das plötzliche, laute Zuschlagen einer Tür. Abrupte laute Geräusche machen ihm Angst.

Im Auto fährt er ruhig und entspannt mit. Einen Jagdtrieb hat er nicht.

Río ist im Umgang mit Menschen (und anderen Hunden) eher ein unterwürfiger Hund. Er sucht keinerlei Streit und möchte seine Ruhe haben.
Bei Menschen, zu denen er Vertrauen gefasst hat, zeigt er sich sehr verschmust und anhänglich. Er sucht den Kontakt und wenn das Vertrauen gefestigt ist, lässt er sich sogar auf ein Ballspielchen ein.

Alleine bleiben gehört nicht zu seinen Hobbys. Besonders dann, wenn er die Umgebung nicht kennt und er keine Zeit hatte, sich daran zu gewöhnen. Die Gesellschaft eines anderen Hundes erleichtert ihm das Alleine bleiben etwas. In der ersten Zeit sollte man ihn auf keinen Fall alleine lassen. Erst wenn er sich an seine neue Umgebung gewöhnt hat, kann man mit ihm schrittweise üben.

Verträglichkeit mit Artgenossen:
Mit seinen Artgenossen verträgt sich Río hervorragend. Er kommt prima mit Hündinnen und Rüden klar und spielt sogar auch manchmal mit ihnen. Er wäre sehr gut als Zweithund geeignet!

Katzen ignoriert er.

Krankheiten:
Río wurde positiv auf Leishmaniose getestet. Die Behandlung hat jedoch bei ihm gut angeschlagen und die Werte sind hervorragend. Der Tierarzt hat eine positive Prognose gestellt. Vielleicht wird er bald weniger Tabletten benötigen. Auf jeden Fall sollte man seine Blutwerte im Auge behalten.

Die Tatsache, dass er Leishmaniose hat, bedeutet nicht zwangsläufig, dass er eine kürzere Lebenserwartung hat. Man muss nur ein wenig mehr in seine Gesundheit investieren.

Wo soll Río leben:
Für unseren sensiblen Río suchen wir ganz besondere Menschen. Menschen, mit Erfahrung im Umgang mit misshandelten Hunden. Menschen, die ihm Zeit und Sicherheit geben, Geduld mit ihm haben und ihm ein Leben in geordneten Bahnen bieten können. Da er nicht so gerne alleine bleibt, sollten seine Menschen die Möglichkeit haben, viel Zeit mit ihm zu verbringen. Sei es, weil immer jemand Zuhause ist, oder man von Zuhause aus berufstätig ist. Schön wäre es, wenn schon ein souveräner Hund auf ihn warten würde – zu zweit fühlt sich Río nicht so allein.
Es sollte natürlich daran mit ihm gearbeitet werden. Wie überhaupt Vieles mit ihm noch geübt werden muss. Offensichtlich hat er in seinem früheren Leben nichts kennenlernen dürfen. Noch immer staunt er Bauklötze, was es alles gibt. Das wird sich sicherlich legen, aber man sollte darauf sensibel eingehen können. Man hat zwar einen ausgewachsenen Hund, aber einen auf dem Lernstand eines Junghundes.

Wir wünschen uns für ihn ein Haus mit ausbruchsicherem Garten in verkehrsarmer Stadtrandlage oder in ländlicher Umgebung. Man sollte ihn aber besonders am Anfang nicht ohne Aufsicht in den Garten lassen. Und selbstverständlich soll der Garten auch nicht die täglichen Spaziergänge ersetzen!

In seinem neuen Zuhause sollte kein Trubel herrschen. Gegen Kinder in der Familie ist nichts einzuwenden, wenn diese vernünftig und ruhig mit ihm umgehen können.

Río ist ein sehr intelligenter Hund, der unfassbar Schreckliches erleben musste. Wir sind sicher, dass er sehr schnell alles lernen wird, was er bislang nicht lernen durfte. Er ist auf einem sehr guten Weg. Nun fehlen ihm noch aufmerksame und sensible Menschen, die seinen Weg mit ihm weitergehen und ihm all die Liebe geben können, die er so sehr verdient und die er tausendfach erwidern wird!

Fühlen Sie sich angesprochen? Können Sie sich vorstellen, Río sein Leben lang zu begleiten und ihm das schönste Zuhause der Welt zu schenken? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Wir beantworten Ihnen sehr gerne alle weiteren Fragen.

Allgemeiner Hinweis:
Zu rassespezifischen Merkmalen und/oder möglichen generellen gesundheitlichen Problemen, die u. a. von der Anatomie eines Hundes abhängen können (z. B. kurze Beine i. V. m. langem Rücken, o. a. typische Probleme vieler großer Hunde, wie Magendrehung etc.) informieren wir Sie bei Interesse an dem Tier und den sich anschließenden Vermittlungsgesprächen gerne ausführlich.

Ausreise:
Río ist bei Übergabe geimpft, gechipt, kastriert und wird vor Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet.

Aufenthaltsort:
Tierpension in Granada, Spanien

Informationen zum Tierheim Albolote:
Albolote ist eine Kleinstadt in Spanien, auf dem andalusischen Festland. Täglich werden hier ca. 300 Hunde und ca. 100 Katzen versorgt. In Albolote wird nicht getötet!

Wir sind eine private Tierschutzorganisation und deshalb angewiesen auf Spenden. Es gibt nur eine fest angestellte Mitarbeiterin, alle anderen Helfer sind ehrenamtlich im Tierheim tätig. Alle zusammen stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in das „Projekt Albolote“. Wir arrangieren Tierheimfeste in der Stadt, klären über Kastrationen auf, besuchen mit den Hunden Altenheime, Kindergärten usw. und informieren über Tierschutz ganz allgemein. Es soll sich auch langfristig etwas ändern in Spanien!

Bei der Mühe die sich wirklich ALLE geben, ist Albolote trotzdem kein schöner Ort für unsere Schützlinge. Eigentlich immer voll besetzt, laut, eng. Es gibt viele Zwingeranlagen und zwei sehr beengte Katzenbereiche. Wegen der vielen Tiere haben unsere Hunde nur täglich zwei Stunden Freilauf, während ihre Zwinger gereinigt werden. Zum Teil müssen wir sogar die Waschküche und Vorratsräume belegen, wenn das Tierheim mal wieder aus allen Nähten platzt, was in letzter Zeit eigentlich ständig der Fall ist.

Also bestenfalls ein Dach über dem Kopf und Versorgung, mehr können wir nicht bieten. Ein Tierheim eben - aber ganz sicher kein Zuhause und kein Ort, an dem irgendein Tier sein Leben verbringen sollte! Die meisten unserer Schützlinge haben nur eine Chance (auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien), wenn sie ins europäische Ausland vermittelt werden können. Hierzulande finden sich immer weniger Menschen, die einen Hund oder eine Katze adoptieren können/möchten.

Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten ALLE Helfer und Helferinnen in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen um die Hunde und Katzen DIREKT aus dem Tierheim in ein schönes Zuhause vermitteln zu können.

Kontakt:
Tierschutzverein Albolote/Granada
Spanien
Ansprechpartner (in Deutschland): Anja Keller
Tel: 0152/21 81 93 48
E-Mail: AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com



 

 

Kontakt

Anja Keller - Asociacion Amigos de los Animales, Granada - AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com - 18552 Albolote / Granada, I - Tel.: 49 (0)152 21819348

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