Betun - Mischling, 64 cm - 11,5 Jahre alt

11 Jahre Tierheim sind mehr als genug - Betun soll nicht im Tierheim sterben müssen

Betuns Vorgeschichte:
Betun wurde als Welpe auf der Straße ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Ein junger Mann hat ihn bei sich aufgenommen und ihn versorgt. Während er arbeiten war, setzte er Betun immer auf die Straße, weil seine Familie ihn nicht im Haus haben wollte. Die Nachbarn haben das nicht gerne gesehen und haben immer wieder versucht ihn zu vertreiben. Aber der kleine Betun wollte um jeden Preis bei seinem Retter bleiben und hat jeden Tag sehsüchtig darauf gewartet, dass er wieder nach Hause kam. So ging das ein paar Monate, bis er schließlich mit ca. einem Jahr bei uns im Tierheim aufgenommen werden konnte. Damals war nicht absehbar, dass der arme Kerl so viele Jahre hinter Gittern verbringen muss. Inzwischen ist er ein älterer Herr, der leider nie die Sonnenseite des Lebens kennenlernen durfte. Wir hoffen so sehr, dass sich jemand findet, der ihm diese Chance noch gibt.

Verhalten zu Menschen generell/Wesen:
Da er ein normales Hundeleben nie kennengelernt hat, ist er ein sehr unsicherer Hund, der vor allem und jedem Angst hat. Er braucht Menschen, die ihm viel Zeit geben um Vertrauen zu fassen. Betun braucht viel Geduld und Zuwendung, um sich an die viele Dinge zu gewöhnen, die er bisher nicht gesehen, gehört und gerochen hat. Er lebt schon fast sein ganzes Leben lang im Tierheim und kennt nur seinen Zwinger und den Hof, auf dem er herumlaufen darf. Das Leben außerhalb des Tierheims ist ihm fremd und macht ihm viel Angst.
Zu den Pflegern, die er regelmäßig sieht, hat er in den Jahren Vertrauen aufgebaut und dabei zeigt sich, dass er ein ganz lieber Kerl ist, der niemandem etwas Böses will. Wenn er zum Tierarzt muss, verkriecht er sich zwar in die letzte Ecke des Zwingers, aber lässt sich trotzdem ohne Probleme behandeln. Es wird viel Geduld und Zuneigung brauchen, bis er sich entspannen kann, was sich in einem Tierheim leider nicht umsetzen lässt. Wir haben aber trotzdem immer noch die Hoffnung, dass sich jemand findet, der ihn in sein Herz schließt und bereit, ist diesen Weg mit ihm zu gehen.

Kinderverträglichkeit:
Betun hatte noch keinen Kontakt zu Kindern und wir denken auch, dass es zu viel für den sensiblen älteren Herrn wäre, wenn er in eine Familie vermittelt wird.

Verträglichkeit:
Er lebt schon viele Jahre im Tierheim und hat viele Hunde kommen und gehen sehen. Betun versteht sich nicht mit allen Artgenossen. Er sucht sich vielmehr seine Freunde, am liebsten Hündinnen, selbst aus. Es wäre für ihn sicher eine Hilfe, wenn bereits eine souveräne Hündin in seinem neuen Zuhause leben würde. An ihr könnte er sich orientieren und sich sicher vieles abschauen.
Mit Katzen hatte er noch keinen Kontakt.

Erfahrungen beim Spaziergang / Autofahren?
Leider sind regelmäßige Spaziergänge mangels Gassigängern in Spanien kaum möglich, wir versuchen aber trotzdem immer wieder, die Hunde auch außerhalb des Tierheims zu testen, um ihre Reaktionen ?draußen? beschreiben zu können.
Hier kommt leider noch eine weitere traurige Tatsache zu Tage. Betun hat in den 11 Jahren, die er bereits im Tierheim leben muss, nur ein einziges Mal die Möglichkeit gehabt an einem Spaziergang teilzunehmen. Das hat ihn ziemlich überfordert und er wusste vor lauter Angst überhaupt nicht wohin. Die ganzen Umwelteinflüsse haben ihn total geschockt, weil er seit vielen Jahren nur seinen Zwinger und den Hof des Tierheims kennt. Es hat eine Weile gedauert, bis er sich entspannen konnte. Dann ist er brav an der Leine gelaufen und hat alles sehr neugierig erschnuppert. Der alte Herr soll noch viele neue Düfte erschnuppern und die große weite Welt erkunden dürfen.
Das Mitfahren im Auto kennt er nicht. Er sollte in einer Transportbox untergebracht werden, damit er nicht aus Angst durchs Auto springt und sich verletzt. In einer Box wird er sich sicher fühlen.

Besondere Merkmale:
Keine

Wo soll Betun leben:
Für Betun brauchen wir Menschen, die Erfahrungen mit ängstlichen Hunden haben. Er hat fast sein ganzes Leben im Tierheim verbracht und muss langsam auf ein normales Hundeleben vorbereitet werden. Es wird viel Geduld und Zeit brauchen, bis er sich richtig eingelebt hat. Inzwischen ist er ein älterer Herr, der leider noch nicht viele glückliche Momente in seinem Leben hatte. Es wäre ein Traum, wenn sich jemand findet der ihm die Möglichkeit gibt, seine letzten Jahre noch in vollen Zügen genießen zu dürfen.

So beschreiben ihn unsere spanischen Kollegen:
"Betun ist ein hübscher Hundeopa, der sein ganzes Leben hinter Zwingergittern verbrachte. Manchmal grummelt er, aber das macht er aus reiner Angst. Es gab noch nie ein Problem mit ihm und den freiwilligen Helfern. Wenn man sein Vertrauen hat, merkt man sofort, dass er niemals etwas tun würde. Wenn er etwas hatte, ließ er sich ohne Meckern behandeln, obwohl er sich dazu am liebsten ins hinterste Eck des Zwingers drückt. Dort fühlt er sich sicher. Mit Betun bräuchte es viel Geduld und Zuneigung, etwas, was sich in einem Tierheim schwer realisieren lässt. Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf, auch für ihn irgendwann eine ganz besondere Familie zu finden."

Ausreise:
Betun ist bei Übergabe entwurmt, geimpft, gechipt und kastriert und wird vor seiner Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet.

Aufenthaltsort: Tierheim Albolote/Granada, Spanien

Informationen zum Tierheim Albolote:
Albolote ist eine Kleinstadt in Spanien, auf dem andalusischen Festland. Täglich werden hier ca. 300 Hunde und ca. 100 Katzen versorgt. In Albolote wird nicht getötet!

Wir sind eine private Tierschutzorganisation und deshalb angewiesen auf Spenden. Es gibt nur eine fest angestellte Mitarbeiterin, alle anderen Helfer sind ehrenamtlich im Tierheim tätig. Alle zusammen stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in das ?Projekt Albolote?. Wir arrangieren Tierheimfeste in der Stadt, klären über Kastrationen auf, besuchen mit den Hunden Altenheime, Kindergärten usw. und informieren über Tierschutz ganz allgemein. Es soll sich auch langfristig etwas ändern in Spanien!

Bei der Mühe die sich wirklich ALLE geben, ist Albolote trotzdem kein schöner Ort für unsere Schützlinge. Eigentlich immer voll besetzt, laut, eng. Es gibt viele Zwingeranlagen und zwei sehr beengte Katzenbereiche. Wegen der vielen Tiere haben unsere Hunde nur täglich zwei Stunden Freilauf, während ihre Zwinger gereinigt werden. Zum Teil müssen wir sogar die Waschküche und Vorratsräume belegen, wenn das Tierheim mal wieder aus allen Nähten platzt, was in letzter Zeit eigentlich ständig der Fall ist.

Also bestenfalls ein Dach über dem Kopf und Versorgung, mehr können wir nicht bieten. Ein Tierheim eben ? aber ganz sicher kein Zuhause und kein Ort, an dem irgendein Tier sein Leben verbringen sollte! Die meisten unserer Schützlinge haben nur eine Chance (auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien), wenn sie ins europäische Ausland vermittelt werden können. Hierzulande finden sich immer weniger Menschen, die einen Hund oder eine Katze adoptieren können/möchten.

Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten ALLE Helfer und Helferinnen in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen um die Hunde und Katzen DIREKT aus dem Tierheim in ein schönes Zuhause vermitteln zu können.


Kontakt:
Tierschutzverein Albolote/Granada
Spanien
Ansprechpartner (in Deutschland): Anja Keller
Tel: 0172/1687697
E-Mail: AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com



 

 

 

Kontakt

Anja Keller - Asociacion Amigos de los Animales, Granada - AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com - 18552 Albolote / Granada, I - Tel.: 49 172/1687697

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