BALOO - Rafeiro do Alentejo - 1 Jahr alt


Freundlicher Riese sucht Menschen mit Hundeerfahrung.

Vorgeschichte:
Wir wissen über seine Vorgeschichte nichts. Er lief verängstigt auf einer Straße umher und versuchte, den Autos auszuweichen. Eine junge Frau rief uns an und berichtete, dass ihm ein vorbeifahrender Radfahrer einen Fußtritt auf die Nase gegeben habe, um ihn zu verscheuchen.

Der Fußtritt verursachte eine Verletzung, die mittlerweile wieder verheilt ist. Als er in unsere Obhut kam, war er sehr abgemagert. Vermutlich irrte er schon längere Zeit auf sich allein gestellt herum. Woher er kam, wer ihn ausgesetzt hat, all das wissen wir nicht und wir werden es nie erfahren. Baloo war nicht gechipt und somit wird seine Vergangenheit ein Geheimnis bleiben.

Verhalten zu Menschen generell; Kinderverträglichkeit:
Baloo ist trotz der schlechten Erfahrungen, die er mit Menschen gemacht hat, ein sehr freundlicher und lieber Rüde, der offen auch auf völlig fremde Menschen zugeht.

Mit Kindern kommt er ebenfalls prima klar. Diese sollten aber schon größer und standfest sein, da Baloo doch eine beachtliche Größe hat.

Wesen:
Baloo ist ein sehr aktiver junger Rüde, der viel Auslastung und Beschäftigung braucht, um glücklich zu sein. Er benimmt sich manchmal wie ein Welpe und braucht noch einiges an Erziehung! Zum Beispiel muss man ihm noch abgewöhnen, zur Begrüßung die Menschen anzuspringen. Bei einem Hund seines Kalibers, kann so eine Begrüßung für einen Menschen sonst im wahrsten Sinne des Wortes leicht „umwerfend“ werden.

Er spielt sehr gerne und ausgelassen mit seinen Artgenossen im Park. Er ist aber auch sehr verschmust und liebesbedürftig.

Als er in die Pflegefamilie kam, zeigte er zunächst ein sehr merkwürdiges Verhalten. Er hatte vor Vielem Angst. Im Haus wollte er immer nur in einem Zimmer sein, der Rest des Hauses machte ihm Angst. Anfangs wollte er nicht spazieren gehen. Auch wollte er nicht unter Türen hindurch gehen. Doch mithilfe von Decken, die überall – sogar über der Eingangstür – aufgehängt wurden, gelang es der Pflegefamilie, dass er sich nach und nach in jedem Raum des Hauses wohlfühlte und auch durch die Eingangstür ein- und ausging. Die Decken und viele Streicheleinheiten ließen ihn nach und nach seine Ängste vergessen. Jetzt ist es für ihn kein Problem mehr und durch die intensive Arbeit mit ihm hat er viel an Lebensqualität gewonnen.

Beim Spiel mit Menschen muss man ihm Grenzen aufzeigen. Denn er neigt dazu, im Übermut, die Hand in sein Maul zu nehmen, um sicherzugehen, dass man weiter mit ihm spielt und er die volle Aufmerksamkeit bekommt. Auch wenn dieses Verhalten in seiner Pflegefamilie schon abgenommen hat, so ist im neuen Zuhause sicher weiter daran zu arbeiten. Er benötigt in der Erziehung noch den nötigen Feinschliff. Mithilfe von Leckerlies und positiver Verstärkung lässt er sich aber sehr gut erziehen. Er hat bereits „Sitz“, „Platz“ und Sitzmachen an der Ampel gelernt. Außerdem das Warten, bevor er sein Futter frisst und bevor er nach draußen darf.

An der Leine geht er sehr brav und ohne zu ziehen mit. Er zeigt keine Angst vor Straßenlärm, unbekannten Situationen oder Menschen. Nur zu viele Menschen auf einmal machen ihn nervös, ebenso wie abrupte Richtungsänderungen oder lange an einem Ort stehenbleiben, z. B. wenn das andere Ende der Leine zwischendurch auf einer Bank sitzend eine Pause einlegen möchte. Auch hieran hat die Pflegefamilie bereits mit ihm gearbeitet und es sollte weiter mit ihm geübt werden. Wenn er nervös wird, neigt er wieder zu dem oben beschriebenen Verhalten: er versucht, die Hand seines menschlichen Begleiters ins Maul zu nehmen, um so Aufmerksamkeit zu bekommen.

Einen Jagdtrieb hat er nicht und im Auto fährt er ruhig und entspannt mit, nachdem mit ihm das Ein- und Aussteigen in ähnlicher Weise geübt werden musste, wie das Verhalten im Haus: mithilfe von Decken, die ihm Sicherheit gaben.

Im Haus ist er zuverlässig stubenrein und man kann ihn problemlos stundenweise allein Zuhause lassen.

Rafeiro do Alentejo:
Wir nehmen an, dass Baloo ein Rafeiro do Alentejo-Mischling sein könnte. Der Rafeiro do Alentejo ist eine portugiesische Herdenschutzhundrasse und daher in keinem Fall ein Tier für eine Etagenwohnung! Diese Hunde leben tatsächlich am liebsten in einem Haus mit Garten, auf das sie dann auch aufpassen möchten. Herdenschutzhunde wurden in Spanien und Portugal jahrhundertelang genutzt, um Schafherden zu schützen. Sie sind aufmerksame, früh meldende Hunde. Ihr Charakter ist ausgeglichen. Mittlerweile werden Herdenschutzhunde oft auch als Hof- und Haushund gehalten, die auf Gehöfte und Grundstücke aufpassen sollen. Das Verbellen von fremden Tieren oder Menschen ist bei Dämmerung wesentlich stärker ausgeprägt als am Tag und sorgt im Normalfall schon dafür, unliebsame Besucher abzuschrecken.

Rafeiros do Alentejo sollten nur mit intensivem Familienanschluss gehalten werden, sie sind ruhig und ausgeglichen, keine Hektiker und auch ihre Menschen sollten so sein. Generell sind diese Hunde gegenüber Menschen und auch Kindern sehr freundliche und aufgeschlossene Hunde.

Inwieweit unser Baloo tatsächlich ein „Wachhund“ ist, können wir in Albolote nicht beurteilen. Aber ganz sicher bestätigen können wir seine Freundlichkeit und seinen liebevollen Umgang mit uns Menschen, aber auch mit seinen Artgenossen.

Verträglichkeit mit Artgenossen:
Mit seinen Artgenossen ist Baloo grundsätzlich verträglich. Mit Hündinnen versteht er sich blendend. Rüden, vor allem größere, sind ihm hingegen lieber, wenn diese kastriert sind und sich ihm gegenüber nicht dominant verhalten. Sonst neigt er schon mal dazu, aufmüpfigen Geschlechtsgenossen eine Ansage zu machen. Es kann aber sein, dass sich dieses Verhalten noch legt, bzw. besser wird. Er wurde erst kürzlich kastriert. Zu einer Hündin kann er sicherlich problemlos dazu vermittelt werden.

Mit Katzen verträgt er sich gut.

Wo soll Baloo leben:
Für Baloo suchen wir sehr aktive Menschen mit Hundeerfahrung und Souveränität. Ihm müssen klare Grenzen gesetzt werden und er muss mit sanfter Bestimmtheit erzogen werden. Außerdem sollte er ausreichend beschäftigt und ausgelastet werden. Dafür brauchen seine neuen Menschen viel Zeit.

Kleine Kinder sollten nicht im neuen Zuhause leben.

Wie oben beschrieben, ist zwingend ein Haus mit Garten erforderlich und eine Wohnlage am Stadtrand oder – noch besser – in ländlicher Umgebung.

Möchten Sie die Herausforderung annehmen und unserem Riesenbaby Manieren beibringen und gemeinsam mit ihm durchs Leben gehen? Wir sind sicher, dass Sie es nicht bereuen werden, denn mit dem nötigen Feinschliff wird am Ende ein ganz wunderbarer Begleiter aus ihm werden. Davon sind wir überzeugt!

Bitte melden Sie sich bitte bei uns! Wir beantworten Ihnen sehr gerne weitere Fragen.

Allgemeiner Hinweis:
Zu rassespezifischen Merkmalen und/oder möglichen generellen gesundheitlichen Problemen, die u. a. von der Anatomie eines Hundes abhängen können (z. B. kurze Beine i. V. m. langem Rücken, o. a. typische Probleme vieler großer Hunde, wie Magendrehung etc.) informieren wir Sie bei Interesse an dem Tier und den sich anschließenden Vermittlungsgesprächen gerne ausführlich.

Ausreise:
Baloo ist bei Übergabe geimpft, gechipt, kastriert und wird vor Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet.

Aufenthaltsort:
Pflegefamilie des Tierheims Albolote/Granada, Spanien

Informationen zum Tierheim Albolote:
Albolote ist eine Kleinstadt in Spanien, auf dem andalusischen Festland. Täglich werden hier ca. 300 Hunde und ca. 100 Katzen versorgt. In Albolote wird nicht getötet!

Wir sind eine private Tierschutzorganisation und deshalb angewiesen auf Spenden. Es gibt nur eine fest angestellte Mitarbeiterin, alle anderen Helfer sind ehrenamtlich im Tierheim tätig. Alle zusammen stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in das „Projekt Albolote“. Wir arrangieren Tierheimfeste in der Stadt, klären über Kastrationen auf, besuchen mit den Hunden Altenheime, Kindergärten usw. und informieren über Tierschutz ganz allgemein. Es soll sich auch langfristig etwas ändern in Spanien!

Bei der Mühe die sich wirklich ALLE geben, ist Albolote trotzdem kein schöner Ort für unsere Schützlinge. Eigentlich immer voll besetzt, laut, eng. Es gibt viele Zwingeranlagen und zwei sehr beengte Katzenbereiche. Wegen der vielen Tiere haben unsere Hunde nur täglich zwei Stunden Freilauf, während ihre Zwinger gereinigt werden. Zum Teil müssen wir sogar die Waschküche und Vorratsräume belegen, wenn das Tierheim mal wieder aus allen Nähten platzt, was in letzter Zeit eigentlich ständig der Fall ist.

Also bestenfalls ein Dach über dem Kopf und Versorgung, mehr können wir nicht bieten. Ein Tierheim eben - aber ganz sicher kein Zuhause und kein Ort, an dem irgendein Tier sein Leben verbringen sollte! Die meisten unserer Schützlinge haben nur eine Chance (auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien), wenn sie ins europäische Ausland vermittelt werden können. Hierzulande finden sich immer weniger Menschen, die einen Hund oder eine Katze adoptieren können/möchten.

Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten ALLE Helfer und Helferinnen in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen um die Hunde und Katzen DIREKT aus dem Tierheim in ein schönes Zuhause vermitteln zu können.

Kontakt:
Tierschutzverein Albolote/Granada
Spanien
Ansprechpartner (in Deutschland): Anja Keller
Tel: 0152/21 81 93 48
E-Mail: AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com



 

 

 

Kontakt

Anja Keller - Asociacion Amigos de los Animales, Granada - AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com - 18552 Albolote / Granada, I - Tel.: 49 (0)152 21819348

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