MOJITO - Podenco - 3,5 Jahre alt

Überlebenskünstler mit Sehbehinderung sucht Menschen, die ihm ein Traumzuhause schenken!

Vorgeschichte:
MOJITO wurde an einer Autobahnraststätte gefunden und in dem Moment, in dem wir auf ihn aufmerksam wurden, lief er geradezu in Richtung Autobahn. Wir schafften es, ihn in die andere Richtung zu lenken, wo er sicherer war und wir ihn vor allem einfangen konnten.

Er war in einem schlechten Zustand. Er schien beidseitig blind zu sein und sein Körper war übersäht mit Wunden. Beim Tierarzt dann die erschreckende Erkenntnis: bei den Wunden handelt es sich um mehr als 70 Gewehrkugeln! Vermutlich rührt auch daher seine Erblindung, denn eine Kugel traf den Bereich hinter seinem Auge. Es ist uns ein Rätsel, wie er das überlebt hat!
Er kam in eine Pflegefamilie, da er in diesem Zustand im Tierheim nicht hätte aufgenommen werden können. Dort wartete das nächste Ungemach auf ihn: das Fenster war offen und er fiel aus dem zweiten Stock der Wohnung. Dabei war es nicht einmal einfach für ihn, das zu „schaffen“, denn das Fenster lag etwas höher und war für ihn nicht leicht zu erreichen. Er musste auf ein Möbelstück geklettert sein.
Hunde mit Selbstmordabsichten sind uns bislang noch nicht untergekommen. Zum Glück hatte MOJITO einen Schutzengel, der für ihn offenbar Dauerschichten einlegt. Er hat sich beim Sturz nicht einmal verletzt. Naja, wer 70 Kugeln im Körper hat, der ist vermutlich schon unsterblich :-) .

Zwischenzeitlich hat sich sein Gesundheitszustand verbessert.

Krankheiten:
Wie oben geschrieben, ist MOJITO zumindest teilweise aufgrund von Kugeln, die in seinen Kopf eingedrungen sind, erblindet. Sein Augenlicht scheint er auf einem der Augen wiedererlangt zu haben, anfangs schien er komplett blind zu sein. Es wurden diesbezüglich aber noch keine eingehenden Untersuchungen vorgenommen.
Im neuen Zuhause sollte man den tatsächlichen Zustand seiner Augen abklären lassen.

Verhalten zu Menschen generell; Kinderverträglichkeit:
MOJITO ist ein freundlicher, aber anfangs etwas reservierter Hund. Wenn man sich ihm langsam nähert und ihm zuerst die Hand zum Schnuppern vor die Nase hält, dann erschreckt er sich nicht und lässt sich anfassen und streicheln. Gestreichelt werden liebt er sehr! Auch beim Tierarzt hält er sehr brav still und lässt alles Notwendige über sich ergehen.

In der ersten Pflegefamilie hat MOJITO mit einem dreijährigen Kind zusammen gelebt, was problemlos geklappt hat. Auch Kinder sollten sich ihm anfangs ruhig nähern, damit er sich nicht erschreckt.

Wesen:
MOJITO ist eher ein ruhiger Hund, der die Gesellschaft von Menschen sehr liebt. Wenn man ihn zum Spielen auffordert, macht er zwar ein bisschen mit, aber wenn er die Wahl hat, geht er das Leben lieber ruhiger an und legt sich schlafen. Er liebt es auch, sich auf dem Rasen zu wälzen.

Im Haus kann man ihn stundenweise allein lassen. Allerdings kennt er das alleine bleiben bislang nur in Gesellschaft anderer Hunde. Er ist zuverlässig stubenrein.

An der Leine geht er sehr gut mit. Man muss etwas langsamer mit ihm gehen, weil er doch ein bisschen beeinträchtigt ist mit seinen Augen. Vor unbekannten Geräuschen oder Menschen, die forsch auf ihn zugehen, erschreckt er sich. Rassetypisch ist ein Jagdtrieb vorhanden. Im Auto fährt er ruhig und entspannt mit.

Verträglichkeit mit Artgenossen:
Mit manchen Rüden zeigt er sich etwas dominant, entspannt sich aber in der Regel nach dem Kennenlernen. Mit Hündinnen hat er gar keine Probleme. Er sollte unbedingt zu einem anderen Hund dazu vermittelt werden. Er braucht die Gesellschaft seiner Artgenossen.

In der Pflegefamilie lebt er mit Katzen zusammen.

Wo soll MOJITO leben:
Nach allem, was MOJITO bis jetzt durchgemacht hat, suchen wir nun das perfekte Zuhause für ihn, im Idealfall bei Menschen, die schon Erfahrung haben im Umgang mit sehbehinderten Hunden. Er kann gerne in einer Familie mit oder ohne Kinder leben oder auch bei rüstigen älteren Menschen.

Um zu verhindern, dass er erneut aus einem Fenster fällt, wünschen wir uns ein Zuhause mit Garten, in den er ebenerdig gelangen kann. Ein ungesicherter Pool sollte sich in diesem Garten nicht befinden. Wir wollen seinen Schutzengel schließlich nicht überstrapazieren!

Da das Stadium seiner Erblindung nicht abschließend geklärt ist, wäre es schön, wenn seine neuen Menschen bereit wären, Geld in die Hand zu nehmen, um ihn eingehend untersuchen zu lassen.
Möchten Sie unseren Überlebenskünstler bei sich aufnehmen? Dann melden Sie sich bitte bei uns! Wir beantworten Ihnen sehr gerne alle weiteren Fragen.

Allgemeiner Hinweis:
Zu rassespezifischen Merkmalen und/oder möglichen generellen gesundheitlichen Problemen, die u. a. von der Anatomie eines Hundes abhängen können (z. B. kurze Beine i. V. m. langem Rücken, o. a. typische Probleme vieler großer Hunde, wie Magendrehung etc.) informieren wir Sie bei Interesse an dem Tier und den sich anschließenden Vermittlungsgesprächen gerne ausführlich.

Ausreise:
MOJITO ist bei Übergabe geimpft, gechipt, kastriert und wird vor Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet.
Aufenthaltsort:
Pflegefamilie des Tierheims Albolote/Granada, Spanien

Informationen zum Tierheim Albolote:
Albolote ist eine Kleinstadt in Spanien, auf dem andalusischen Festland. Täglich werden hier ca. 300 Hunde und ca. 100 Katzen versorgt. In Albolote wird nicht getötet!

Wir sind eine private Tierschutzorganisation und deshalb angewiesen auf Spenden. Es gibt nur eine fest angestellte Mitarbeiterin, alle anderen Helfer sind ehrenamtlich im Tierheim tätig. Alle zusammen stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in das „Projekt Albolote“. Wir arrangieren Tierheimfeste in der Stadt, klären über Kastrationen auf, besuchen mit den Hunden Altenheime, Kindergärten usw. und informieren über Tierschutz ganz allgemein. Es soll sich auch langfristig etwas ändern in Spanien!
Bei der Mühe die sich wirklich ALLE geben, ist Albolote trotzdem kein schöner Ort für unsere Schützlinge. Eigentlich immer voll besetzt, laut, eng. Es gibt viele Zwingeranlagen und zwei sehr beengte Katzenbereiche. Wegen der vielen Tiere haben unsere Hunde nur täglich zwei Stunden Freilauf, während ihre Zwinger gereinigt werden. Zum Teil müssen wir sogar die Waschküche und Vorratsräume belegen, wenn das Tierheim mal wieder aus allen Nähten platzt, was in letzter Zeit eigentlich ständig der Fall ist.

Also bestenfalls ein Dach über dem Kopf und Versorgung, mehr können wir nicht bieten. Ein Tierheim eben - aber ganz sicher kein Zuhause und kein Ort, an dem irgendein Tier sein Leben verbringen sollte! Die meisten unserer Schützlinge haben nur eine Chance (auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien), wenn sie ins europäische Ausland vermittelt werden können. Hierzulande finden sich immer weniger Menschen, die einen Hund oder eine Katze adoptieren können/möchten.

Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten ALLE Helfer und Helferinnen in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen um die Hunde und Katzen DIREKT aus dem Tierheim in ein schönes Zuhause vermitteln zu können.

Kontakt:

Tierschutzverein Albolote/Granada
Spanien
E-Mail: AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com

Ansprechpartner (in Deutschland):
Anja Keller
Tel: 0152/21 81 93 48
anja@tierhilfe-hegau.de







 

 

 

Kontakt

Anja Keller - Asociacion Amigos de los Animales, Granada - AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com - 18552 Albolote / Granada, I - Tel.: 49 (0)152 21819348

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