FLORA - Mischling, ca. 46 cm - 9 Jahre alt

Ängstliche Flora sucht eine Familie!

Vorgeschichte:
Flora wurde von einer freiwilligen Helferin in einem Straßengraben, nahe einer Schafsherde mit Schäfer, gefunden. Es schien, als würde sie dem Hirten gehören. Dieser berichtete aber, dass Floras Besitzer verstorben sei und sich seitdem von niemandem anfassen ließe. Er versorgte sie mit Wasser und Futter, aber sie konnte kein Vertrauen zu ihm aufbauen. Flora blieb immer in der Nähe der Herde, aber näherte sich niemandem. Sie war sehr krank und schwach, so dass wir sie in unser Tierheim aufnehmen wollten. Dadurch, dass sie niemandem vertraut, mussten wir sie mit einer Lebendfalle einfangen und so zu einem Tierarzt bringen. Dort wurde eine Not-OP veranlasst, da ihre Gedärme verwachsen waren und sie sonst in kürzester Zeit verstorben wäre.

Verhalten zu Menschen generell, Kinderverträglichkeit:
Wir befürchten, dass sich Flora nicht gut mit Kindern versteht. Sie lässt sich von keinem anfassen und sie kann kein Vertrauen fassen.

Wesen:
Flora hat zu niemandem Vertrauen. Der Tierarzt glaubt, dass sie taub sei oder sehr wenig hören könne. Sie braucht ein Zuhause mit viel Geduld, Liebe und vor allem Erfahrung. Wenn sich Flora bedrängt fühlt, macht sie Anstalten zu beißen. Ob sie dies tatsächlich machen würde, wissen wir nicht.

„Flora ist die hübscheste Omi, die wir derzeit im Tierheim haben. Sie hat süße Augen, die dich intensiv ansehen, um zu verfolgen, was zu machst und wohin du gehst. Eine Schönheit, die dich dazu bringt, sie zu mögen und ihr ein Bussi zu geben, aber sie vertraut niemandem.“ Das sagen die Tierheimmitarbeiter über Flora. Flora hält Menschen immer auf Distanz aber sie nimmt Leckerlies aus der Hand an.

Flora ist schon eine ältere Dame, weshalb sie ziemlich ruhig ist. Das Eingesperrt sein gefällt ihr gar nicht, denn sie lebte immer im Freien.

Aktuell ist Flora in Behandlung wegen ihrer Leishmaniose.

Flora ist ein Angsthund und meistens sind diese Hunde ohne menschlichen Kontakt oder mit negativen Erfahrungen durch Menschenhand aufgewachsen und sitzen teilweise schon viele Jahre im Tierheim, weil es sehr schwer ist, die richtigen Menschen für sie zu finden. Diese Hunde haben sehr viel Angst, brauchen lange, um Vertrauen aufzubauen, kennen manchmal nur das Gelände des Tierheims und waren noch nie oder nur selten außerhalb des Tierheims. Sie kennen es nicht in einem Haus zu leben, im Auto mitzufahren oder an der Leine zu laufen.

Da wir wissen, dass Angsthunde sehr schwer bis kaum vermittelt werden, würde wir uns auch über eine Patenschaft für Flora freuen.

Verträglichkeit mit Artgenossen:
Flora kommt gut mit ihren Artgenossen, sowohl Rüden als auch Hündinnen, zurecht. Aktuell geht sie problemlos mit anderen Hündinnen und Rüden in den Auslauf.

Wo Flora leben möchte:
Flora möchte ihr Leben in einer liebevollen und geduldigen Familie verbringen. Da Flora unter die Kategorie Angsthunde fällt, sollten nur Besitzer in Frage kommen die bereits Erfahrungen mit Angsthunden haben.

Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie glauben, dass Flora zu Ihnen passt! Wir beantworten Ihnen sehr gerne alle weiteren Fragen.

Informationen über Angsthunde:
Wer sich für einen Angsthund entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass es eine große Aufgabe sein wird, diesem Hund mit viel Geduld und Liebe alles zu zeigen und beizubringen.
Grundvoraussetzung für einen Angsthund ist ein Haus mit einem eingezäunten und ausbruchsicheren Garten. Die Hunde kennen es nicht spazieren zu gehen. Sie müssen deswegen die Möglichkeit haben, in den Garten gehen zu können, bis sie sich an Halsband, Sicherheitsgeschirr und Leine gewöhnt haben.

Ein sicherer Ersthund ist eine weitere Voraussetzung. An ihm kann sich der Angsthund orientieren und lernen, dass er nicht vor allem Angst haben muss. Es wird ihm Sicherheit geben, wenn er einen Artgenossen hat. Meistens sind Angsthunde sehr soziale Hunde im Umgang mit anderen Hunden und es hilft ihnen sehr, wenn einer in ihrer Nähe ist.

Wir wünschen uns sehr, dass unsere Angsthunde nicht den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen müssen. Sie sollen die Chance bekommen, auch die schönen Seiten eines Hundelebens kennenzulernen - bei Menschen, die sich mit Angsthunden auskennen, die ihnen Zeit geben, Geduld haben und wissen, dass es sich lohnt ihnen eine Chance zu geben.

Allgemeiner Hinweis:
Zu rassespezifischen Merkmalen und/oder möglichen generellen gesundheitlichen Problemen, die u. a. von der Anatomie eines Hundes abhängen können (z. B. kurze Beine i. V. m. langem Rücken, o. a. typische Probleme vieler großer Hunde, wie Magendrehung etc.) informieren wir Sie bei Interesse an dem Tier und den sich anschließenden Vermittlungsgesprächen gerne ausführlich.

Ausreise:
Flora ist bei der Übergabe geimpft, gechipt, kastriert und wird vor ihrer Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet.

Aufenthaltsort:
Tierheim Albolote, Spanien.

Informationen zum Tierheim Albolote:
Albolote ist eine Kleinstadt in Spanien, auf dem andalusischen Festland. Täglich werden hier ca. 150 Hunde und ca. 100 Katzen versorgt. In Albolote wird nicht getötet!

Wir sind eine private Tierschutzorganisation und deshalb angewiesen auf Spenden. Es gibt nur eine fest angestellte Mitarbeiterin, alle anderen Helfer sind ehrenamtlich im Tierheim tätig. Alle zusammen stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in das „Projekt Albolote“. Wir arrangieren Tierheimfeste in der Stadt, klären über Kastrationen auf, besuchen mit den Hunden Altenheime, Kindergärten usw. und informieren über Tierschutz ganz allgemein. Es soll sich auch langfristig etwas ändern in Spanien!

Bei der Mühe, die sich wirklich ALLE geben, ist Albolote trotzdem kein schöner Ort für unsere Schützlinge. Eigentlich immer voll besetzt, laut, eng. Es gibt viele Zwingeranlagen und zwei sehr beengte Katzenbereiche. Wegen der vielen Tiere haben unsere Hunde nur täglich zwei Stunden Freilauf, während ihre Zwinger gereinigt werden. Zum Teil müssen wir sogar die Waschküche und Vorratsräume belegen, wenn das Tierheim mal wieder aus allen Nähten platzt, was in letzter Zeit eigentlich ständig der Fall ist.

Also bestenfalls ein Dach über dem Kopf und Versorgung, mehr können wir nicht bieten. Ein Tierheim eben - aber ganz sicher kein Zuhause und kein Ort, an dem irgendein Tier sein Leben verbringen sollte! Die meisten unserer Schützlinge haben nur eine Chance (auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien), wenn sie ins europäische Ausland vermittelt werden können. Hierzulande finden sich immer weniger Menschen, die einen Hund oder eine Katze adoptieren können/möchten.

Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten ALLE Helfer und Helferinnen in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen um die Hunde und Katzen DIREKT aus dem Tierheim in ein schönes Zuhause vermitteln zu können.

Kontakt:
Tierschutzverein Albolote/Granada
Spanien
Ansprechpartner (in Deutschland): Anja Keller
Tel: 0152/21 81 93 48
E-Mail: AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com




 

 

 

Kontakt

Anja Keller - Asociacion Amigos de los Animales, Granada - AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com - 18552 Albolote / Granada, I - Tel.: 49 (0)152 21819348

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